|
Pochendes Herz
(Mein Poetry Slam Text für den November-Slam im Jokus, Gießen)
Ich öffne jetzt meine Seele und sie atmet schwer.
Wie ein Passagier an 9/11
Wie ein Unschuldiger kurz vor der Giftspritze
Wie der Enke mit dem Burnout
Wie die Kampusch mit 18
Wie ein obdachloses Kind aus Bangladesh
Wie ein hungerndes Kind aus Somalia
Ich höre deinen Namen,
Es fällt mir schwer
Ich will nichts sagen
Aber, komm bitte einfach her!
Ich bin nicht bereit:
Die erste Beziehung!
Meine Fehler nur zu spät erkannt, Mein Diamant,
Du bist mein größter Schatz
Für eine andere ist kein Platz sagte ich doch immer, immer,
immer erinnere ich mich:
Wie du immer mein Herz zum Pochen brachtest,
Wie du mich zeitlos in deinen Armen festhielst,
Wie deine geflüsterten Worte
mich stürmten und mitrissen,
Wie unsere Bewegungen magisch harmonierten,
Wie unsere Körper zu einem schmolzen,
Wie du deine Lippen haltlos auf meine drücktest,
Wie deine zarten Berührungen mich beflügelten,
Wie deine Wärme mich anzog und ich danach noch deinen Geruch bei mir hatte,
Diese, mich in deinen Bann ziehenden Emotionen spiegeln sich in meiner endlosen Sehnsucht wieder.
Eine unbädinge Sehnsucht, denn
Habe alles Mögliche versucht,
Von April über November bis März
Weiß nicht wohin mit dem Schmerz
Werfe ihn weg in die Luft
Kann er fliegen und kommt zurück
Werfe ihn weg ins Meer
Kann er schwimmen und kommt zurück
Werfe ihn gegen die Wand
Prallt er ab und kommt zurück
Verdammt, er sitzt tief!
Alles läuft schief!
Gott, Hör mir doch mal zu!
Danach lass ich dich in Ruh
Du sollst doch nur wissen
Von ihr bekomm ich nicht genug!
Sehnsucht
überströmt mich jeden Tag
wenn du nur wüsstest
wie gern ich sie hab!
Meine anziehende Blüte,
Meine liebste Süße,
Gott, du hast ne Güte.
Unaussprechliche Schönheit
gabst du ihr
Ach, mit ihr
mit ihr will ich ganz weit
Von hier
In alle Ewigkeit...
Engel, Du bist nicht da
Krebs sagtest du
Wenig ist mir klar
Wieso?! Gott sag es mir
Werde es nie kapiern!
Soll ich hier krepiern,
bin am friern.
Wieso müssen Menschen die wir lieben
So plötzlich weg
Warum tust du uns das an
Ich brauche sie!
Nicht alles ist ausgesprochen
Nicht genug Zeit verbracht
Mein Herz, hat's zerbrochen
Das Leben zur Hölle gemacht.
Lieber Engel
Jetzt bist du es wirklich
Zu sagen Ich vermisse dich
Wäre maßlos untertrieben
Ich Kann nicht ohne dich
Und werde dich immer lieben
Nicht mehr lang und ich nehme mir das Leben
Denn an diesem Leid will ich nicht länger kleben
...Gott ist so fieß!
Rest in Peace...
|